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Ein guter Redner kann noch so viel über Rhetorik wissen und auch genau die richtigen Worte finden, doch wenn seine Körpersprache nicht dazu passt oder aber gar nicht vorhanden ist, nützt ihm die ausgefeilste Rede nicht viel. Das Publikum hört in erster Linie natürlich auf die Worte, jedoch auch das Auge ‘hört’ mit und so wird Begeisterung nicht nur mit dem Wort ‘fantastisch’ ausgedrückt, sondern auch mit dem Körper. Dabei spielen Körperhaltung, Gesichtsausdruck und Gestik gleichermaßen eine wichtige Rolle. So unterstreicht man das Wort ‘fantastisch’ mit leuchtenden Augen, einem Lächeln, offenen Armen und fließender Bewegung.
Verschränkte Arme hinter dem Rücken assoziieren immer etwas schulmeisterliches und passen zum Beispiel gar nicht zu einer Rede über Urlaub am Strand. Verschränkte Arme vor der Brust vermitteln das Gefühl: ‘Bitte keine Fragen stellen’. Der Redner will seine Zuhörer ausschließen. Handelt es sich um ein Thema, bei dem der Redner die Anwesenden für eine dramatische Situation gewinnen will, so muss es auch in seinem Gesicht zu sehen sein, die Betroffenheit, die Sorge. Lächelt er, während er über das große Walsterben redet, verliert er garantiert seine Zuhörer. ‘Leiert’ er hingegen seine Rede herunter, wird er die Zustimmung seines Auditoriums zwar erhalten, aber nicht sein aktives Interesse.
Körpersprache kann man lernen. Zu Hause vor dem Spiegel kann ausprobiert werden wie es wirkt, wenn man sich entsprechend zu der Rede bewegt. Prinzipiell sollte jedoch darauf geachtet werden, dass immer ein freundliches Gesicht, offene Arme, die bei wichtigen Passagen mit den Händen unterstreichen, und gelegentliches Hin- und Hergehen, was dem Publikum, das breitflächig sitzt, zeigt, dass alle persönlich angesprochen sind, als Grundregel zu nehmen sind. Eine Rede, die mit der richtigen Haltung Ausdruck der eigenen Gefühle und Emotionen gibt, kommt immer besser an bei einem Publikum, als eine nüchtern gehaltene Ansprache. Auf diese Weise kann auch ein eigentlich trockenes Thema interessant vermitteln werden und die Zuhörer dafür begeistern.
Gute Redner haben viele Fähigkeiten gemeinsam: eine ausgeprägte Rhetorik, ein hohes Maß an Selbstbewusstsein basierend auf der Erfahrung eigener Erfolgserlebnisse, weitreichende Präsentationskompetenz, eine gesunde Portion Schlagfertigkeit sowie Humor.